Pressetext Bernhard Frei
Die Gruppe Pflanzplätz ist 1989 als "Echo vom Pflanzplätz" im Baselbieter Waldenburgertal gegründet worden. Bereits der Name der Gruppe setzt sich aus den beiden Elementen zusammen, die die Musik der Pflanzplätze ausmacht. Das für eine Schwyzerörgeli-Formation typische "Echo vom..." verweist auf ihre Tradition der Ländlermusik und der Pflanzplätz (in Zürich würde man von einem Schrebergarten sprechen) erinnert an einen üppig blühenden Ort wo so allerlei "Chrut und Unchrut" wächst. "(Un)Chrut" ist denn auch der Titel einer ihrer CDs, und auch im Titel der neuen CD "querbeet" wird dieses Motiv wieder aufgegriffen.
Von der Instrumentierung her eine typische Schwyzerörgeli-Formation, gehen die Pflanzplätze stilistisch aber einiges darüber hinaus. Sie sind mit der traditionellen schweizer Volksmusik aufgewachsen und fühlen sich dieser verpflichtet, pflegen sie aber auf ihre eigene spielerische Art und Weise.
Über die Jahre gab es einige personelle Wechsel. So ist Simon Dettwiler heute noch der einzige gebürtige Baselbieter des Trios. Er spielt in der Gruppe seit bald 20 Jahren Schwyzerörgeli. Da er als Biologie-Austauschstudent eine Zeitlang in Finnland gelebt hat, ist er in der Gruppe für die finnischen Stücke verantwortlich. Der zweite Örgeler der Gruppe, Thomas Aeschbacher, schaut auf eine fast ebenso lange Bandgeschichte zurück. Der Sohn des bekannten Schwyzerörgeli-Spielers Werner Aeschbacher brachte mit seinen Eigenkompositionen eine weitere Facette in die Gruppe ein. Jürg Nietlispach ist der „Neuling“ der Gruppe. Er ersetzte am Bass Andy Schaub, der die Gruppe vor einigen Jahren verlassen hat.
Den drei Musikanten ist es wichtig, jedem Stück den eigenen Stil zu verleihen, der sich von der heute gängigen "Örgelimusig" unterscheiden soll. Mit Experimentier- und Spielfreude, speziellen Eigenkompositionen sowie Einbezug stilfremder Elemente wird diese Eigenständigkeit noch zusätzlich gefördert.
Sehr gerne musizieren die drei Pflanzplätzler auch mit Musikanten aus anderen Stilrichtungen und Landessteilen zusammen. Auf der 2000 erschienen Live-CD "Pflanzplätz live" waren das Bernhard Häberlin (Jazz-Gitarre) und Christoph Graf (Schlagzeug), und auf der CD „Pflanzplätz +“ waren das der Klarinettist Dani Häusler, sowie der Hackbrettspieler David Märki. Auf der neuesten CD "querbeet" sind wieder Dani Häusler, und David Märki dabei. Dazu aber noch Dani Küffer (Sopran- und Baritonsax), Oli Hartung (el. Gitarre) und Rainer Walker (Harmonium).
Bernhard Frei, Folk Club Zürich